die Fürsten von Liechtenstein

Das Haus Liechtenstein zählt zu den ältesten Adelsfamilien Europas. Um 1136 wird mit Hugo von Liechtenstein erstmals ein Träger dieses Namens erwähnt. Er nannte sich nach der Burg Liechtenstein südlich von Wien. In der Umgebung der Stammburg und an der Nordost-Grenze Niederösterreichs hatten die frühen Liechtenstein Grundbesitz.
Die ununterbrochene Ahnenreihe der Liechtensteiner begann mit Heinrich I. von Liechtenstein Nikolsburg (gestorben 1265/66), der 1249 einen Teil von Eisgrub vom mährischen Markgrafen Ottokar Přemysl (auch Přemysl Otakar genannt, ab 1253 Ottokar II. König von Böhmen) als freies Eigentum erhielt. Die Erwerbung war von großer politischer Bedeutung, weil die Familie hierdurch namhaften Besitz in Böhmen erhielt;
siehe auch
Wikipedia und Die Liechtensteiner in Feldsberg

 

Karlische Linie, 1608-1712

1.   Karl I. (* 30.7.1569 in Feldsberg; 20.12.1608-1627; † 12.2.1627) ... (* Geburtstag; Regentszeit von-bis; † Sterbedatum)
1613 Herzog von Troppau, 1622 Herzog von Jägerndorf
         ∞ Baroness Anna Maria Schembera von Czernahor von Boskowitz (* um 1577 - † 1625)
da Karl Eusebius erst 16 Jahre alt ist, regiert für 5 Jahre der jüngere Bruder von Karl I. Feldmarschall Maximilian (* 1578; 1627-1632; † 1643)
         ∞ Baroness Katharina Schembera von Czernahora von Boskowicz († 1637)
 
2.   Karl Eusebius (* 11.4.1611; 1632-1684; † 5.4.1684)
         ∞ 6. August 1644 Johanna Beatrix von Dietrichstein-Nikolsburg († 1676)
        
==► Tochter von Fürst Maximilian II. von Dietrichstein-Nikolsburg
                  ∞ Prinzessin Anna Maria von Liechtenstein => eine Tochter von Fürst Karl I. von Liechtenstein
 
3.   Johann (Hans) Adam I. Andreas (* 16.8.1662; 1699-1712; † 16.6.1712)
         ∞ Edmunda Maria Theresia von Dietrichstein-Nikolsburg (* 1652; † 1737), keine Nachkommen
 

Gundakarische Linie, ab 1712

    da es keine Nachkommen gibt, geht die Regentschaft auf die Linie des Fürsten Gundakar (auch Gundacker, jüngster Bruder von Karl I.) über;
1436 übergibt Otto von Maissau Burg und Herrschaft Wilfersdorf an Christoph II. von Liechtenstein als landesfürstliches Lehen.
Christoph II., Herr zu Liechtenstein und Nickolsburg († 1445) ∞ Anna von Puechheim
Gundakar von Liechtenstein (* 1580; 1623-1658; † 1658)
         ∞ Agnes von Ostfriesland (* 1584; † 1616)
        
==► Tochter von Graf Enno III. (Ostfriesland) (* 1563; † 1625)
Fürst Hartmann (6. Kind von Gundakar, * 1613; † 1686)
         ∞ Sidonia Elisabeth zu Salm-Reifferscheidt (*1623; † 1688)
        
==► Tochter von Graf Ernst Friedrich zu Salm-Reifferscheidt.
Sie haben 24 Kinder, die größtenteils in Wilfersdorf geboren sind. Ihr Kindersegen hat das Bestehen der Familie bis heute ermöglicht.
1604 bis 1686 ist Schloss Wilfersdorf die Residenz der Fürsten von Liechtenstein
 
4.   Anton Florian (* 28.5.1656; 1712-1721; † 11.10.1721)
         ∞ Fürstin Eleonora Barbara 15.10.1679, † 10.2.1723 - Anton Florian ist das 14. Kind von Fürst Hartmann & Sidonia Elisabeth
 
5.   Joseph I. Johann Adam (* 27.5.1690; 1721-1732; † 17.12.1732 in Feldsberg)
         ∞1 Gabriele von Liechtenstein (* 1692; † 1713), Tochter von Johann (Hans) Adam I. Andreas (* 1662; † 1712)
         ∞2 Gräfin Maria Anna von Thun-Hohenstein (* 1698; † 1716)
         ∞3 Gräfin Maria Anna von Oettingen-Spielberg (* 1693; † 1729)
         ∞4 Gräfin Maria Anna Kottulinsky (* 1707; † 1788);
da Johann Nepomuk Karl 1732 erst 8 Jahre alt ist, regiert Joseph Wenzel I. Lorenz
 
==► Joseph Wenzel I. Lorenz, ältester Sohn von Philipp Erasmus von Liechtenstein  (* 1664; † 1704)
     
==► Philipp Erasmus von Liechtenstein ist das 20. Kind von Fürst Hartmann (* 1613; † 1686) =► siehe Anton Florian (* 1656; † 1721)
 
    Joseph Wenzel I. Lorenz (* 9.8.1696; 1732-1745; † 10.2.1772)
         ∞ Anna Maria von Liechtenstein (1699-1753)
==► Tochter von Anton Florian (Liechtenstein) (1656-1721)
 
6.   Johann Nepomuk Karl (* 8.7.1724; 1745-1748; † 22.12.1748)
         ∞ Gräfin Marie Josefa von Harrach (1727-1788)
==► Tochter von Graf Friedrich von Harrach (1696-1749)
 
7.   Joseph Wenzel I. Lorenz (* 9.8.1696; 1748-1772; † 10.2.1772)
         ∞ Anna Maria von Liechtenstein (1699-1753)
==► Tochter von Anton Florian (Liechtenstein) (1656-1721)
 
8.   Franz Joseph I. (* 19.11.1726 in Mailand; 1772-1781; † 18.8.1781 in Metz)
         ∞ Leopoldine von Sternberg (1733-5.4.1800)
==► Tochter von Graf Franz Philipp von Sternberg
 
9.   Alois I. (* 14.5.1759 in Wien; 1781 – 1805; † 24.3.1805 in Wien)
         ∞ Gräfin Karoline von Manderscheid-Blankenheim (1768-1831)
 
10. Johann I. Joseph (* 26.6.1760 in Wien; 1805 – 1836, † 20.4.1836 in Wien)
         ∞ Landgräfin Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776-1848)
Johann I. kauft 1807 die vereinigten Herrschaften Liechtenstein und Burg Mödling
 
11. Alois II. Joseph (* 26.5.1796 in Wien; 1836 – 1858; † 12.11.1858 in Schloss Eisgrub)
         ∞ Franziska de Paula Kinsky (* 8.8.1813 in Wien; † 5.2.1881 in Wien)
==► Tochter von Franz Josef Kinsky Graf von Wchinitz und Tettau
 
12. Johann II. (Maria Franz Placidus) auch ‚Johann der Gute’ (* 5.10.1840 in Schloss Eisgrub; 1858 – 1929; † 11.2.1929 in Schloss Eisgrub)
 
13. Franz I. (* 28.8.1853 auf Schloss Liechtenstein bei Mödling; 1929 – 1938; † 25.7.1938 in Feldsberg)
         ∞ Elsa (Elisabeth) von Gutmann (* 16. Januar 1875 in Wien; † 28. September 1947 in Vitznau), keine Nachkommen
 
14. Franz Josef II. (Sohn von Prinz Alois von und zu Liechtenstein, * 16.8.1906 auf Schloss Frauenthal, Steiermark; 1938 – 1984; † 13.11.1989)
          
==► 1. Sohn von Prinz Alois von und zu Liechtenstein (1869-1955) ∞ Erzherzogin Elisabeth Amalie von Österreich (1833-1896)
    
           ==► Ururenkel von Johann I. Josef (1760-1836) ∞ Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776-1848)
    ∞ Gräfin Georgina (Gina) von Wilczek (* 24.10.1921 in Graz; † 18. Oktober 1989 in Vaduz)
 
15. Hans-Adam II. (* 14.2.1945 in Zürich; 1984 – heute)
         ∞ Gräfin Marie Kinsky von Wchinitz und Tettau (* 14.4.1940 in Prag)

Quellen: Fürstentum Liechtenstein
            Wikipedia
letzte Ruhestätten...

Wien
Kirche Maria am Gestade
Grabstein Afra v. Walsee, Gemahlin Hartneids IV. v. Liechtenstein, † 1430
Grabstein Hans v. Liechtenstein (Johann V.),
1473

Michaelerkirche
Grabmal Georg VI. v. Liechtenstein (1480-1548), Feldhauptmannes Maximilians I.

Stephansdom
Maria Theresia Anna Felicitas v. Liechtenstein (1694-1772) ∞ Herzog Emanuell Thomas von Savoyen-Carignan, Graf von Soissons (1687-1713)
6. Kind von Johann Adam Andreas (Liechtenstein) (1662-1712) ∞ Edmunda Maria Theresia von Dietrichstein-Nikolsburg (1652-1737) /
Sohn von Louis Thomas de Savoie-Soissons (1657-1702)

Kahlenberger Waldfriedhof
Franziska Xaveria Maria de Ligne, geborene Prinzessin v. Liechtenstein (1739-1821) ∞1755 Charles Joseph (Lamoral) Fürst von Ligne (1735-1814)
10. Kind von Emanuel von Liechtenstein (1700-1771) ∞ Gräfin Marie Antonie von Dietrichstein Weichselburg (1707-1777)

Wilfersdorf
Pfarrkirche St. Nikolaus. 1529 wurde die erste (alte) Gruft und im Zuge der Kirchenerweiterung 1743/44 eine neue Gruft errichtet.

Georg VII. (1536*/35**-1579**) - 1. Kind von Johann VI. ∞ Anna von Liechtenstein
Wolfgang II. (1537*/36**-1585) - 2. Kind von Johann VI. ∞ Anna von Liechtenstein
Fürst Gundaker (1580-1658) - 9. Kind von Hartmann II. ∞ Anna Maria von Ortenburg
Agnes
von Ostfriesland (1584-1616) - 1. Gemahlin von Fürst Gundaker
Elisabeth (1606-1630) - 2. Kind von Fürst Gundaker ∞1 Agnes
von Ostfriesland
Johanna (*/† 1611) - 5.
Kind von Fürst Gundaker ∞1 Agnes von Ostfriesland
Hartmann (1613-1686 -
∞ Elisabeth Sidonie zu Salm-Reifferscheidt) - 6. Kind von Fürst Gundaker ∞1 Agnes von Ostfriesland
Elisabeth Sidonie (1623-1688) - Gemahlin von Hartmann
Johanna Beatrix (1649*/50**-1672) - 4. Kind von Fürst Karl Eusebius ∞ Johanna Beatrix von Dietrichstein-Nikolsburg
Karl Ludwig (1675-1679) - 3. Kind von Fürst Maximilian II. ∞ Johanna von Liechtenstein
Maria Johanna Anna (1686-1690) - 4. Kind von Fürst Maximilian II. ∞ Johanna von Liechtenstein

1816 wurden die Särge von Georg VII., Johanna Beatrix, Elisabeth,
Johanna, Karl Ludwig und Maria Johanna Anna in die Gruft nach Wranau überführt -
diese scheinen allerdings bei den (lt. Wikipedia) in Wranau ihre letzte Ruhe Gefundenen nicht auf.

Eisgrub (CZ) [Lednice]
Hartmann II. v. Liechtenstein (1544-1585)

Wranau bei Brünn (CZ) [Vranov u Brna]
Alte Gruft
Am 23. Juli 1617 erhält Andrea(s) Erna aus Brünn in Posorschitz [Pozořice], östlich von Brünn und Heimatort von Kathararina von Posorschitz, der Gemahlin Maximilians, von den Brüdern Karl und Maximilian von Liechtenstein den Auftrag für das Abtragen der alten Kirche und den Neubau einer Kirche samt den Altären gemäß den Plänen von „Joan Marie Baumeister” (= Giovanni Maria Filippi). Als 1633 die (Wallfahrts-/Kloster-) Kirche „Zur Geburt der Jungfrau Maria” [Kostel Narození Panny Marie] fertiggestellt war, stiftete Maximilian von Liechtenstein den Paulanern auch noch ein Kloster (Tencalla, 1634-1642). Unter der Kirche wurde eine liechtenstein'sche Familiengruft eingerichtet, welche nach 1654 von Andreas Ernas Sohn Johann Baptist völlig fertig gestellt wurde.

Neue Gruft
Zu Beginn des 19. Jh. ließ Fürst Johann I. von Liechtenstein die Gruft vergrößern, dabei wurde der Raum unter der Kirche über deren Grundmauern hinaus vorne erweitert. Seitdem befindet sich auch der Eingang zur Gruft vor der Kirche. Der Bau wurde von Franz Engel in den Jahren 1819 bis 1821 ausgeführt. In der Gruft wurden rund 50 Mitglieder der fürstlichen Familie zu letzten Ruhe beigesetzt.

Alte Gruft:
  1. Anna Maria Schembera von Czernahor von Boskowitz († 1625) - Gemahlin von Fürst Karl I.
  2. Karl I., Fürst von und zu Liechtenstein (1569 – 1627)
  3. Katharina Schembera von Czernahora von Boskowicz († 1637) - Gemahlin von Prinz Maximilian
  4. Prinz Maximilian (1578 – 1643) - Bruder von Fürst Karl I.
  5. Prinzessin Anna Maria (1648-1648) - Tochter von Fürst Karl Eusebius
  6. Prinz Franz Dominik (1652-1652) - Sohn von Fürst Karl Eusebius
  7. Prinz Karl Josef (1652-1652) - Sohn von Fürst Karl Eusebius)
  8. Prinz Franz Eusebius Wenzel (1655-1655) - Sohn von Fürst Karl Eusebius
  9. Prinzessin Cäcilie (1655-1655) - Tochter von Fürst Karl Eusebius
10. Johanna Beatrix von Dietrichstein-Nikolsburg († 1676) - Gemahlin von Fürst Karl Eusebius
11. Karl Eusebius, Fürst von und zu Liechtenstein (1611 – 1684)
12. Prinz Franz Anton Dominik (1689-1711) - Sohn von Fürst Hans Adam I.
13. Hans Adam I., Fürst von und zu Liechtenstein (1657 – 1712)
14. Gabriele von Liechtenstein (1692-1713) - erste Gemahlin von Fürst Josef Johann Adam
15. Maria Anna von Thun-Hohenstein (1698-1716) - zweite Gemahlin von Fürst Josef Johann Adam
16. Anton Florian, Fürst von und zu Liechtenstein (1656 – 1721)
17. Josef Johann Adam, Fürst von und zu Liechtenstein (1690 – 1732)
18. Edmunda Maria Theresia von Dietrichstein-Nikolsburg (1652-1737) - Gemahlin von Fürst Hans Adam I.
19. Johann Nepomuk Karl, Fürst von und zu Liechtenstein (1724 – 1748)
20. Prinz Emanuel (1700-1771) - Vater von Fürst Franz Josef I.
21. Josef Wenzel I., Fürst von und zu Liechtenstein (1696 – 1772)
22. Franz Josef I., Fürst von und zu Liechtenstein (1726 – 1781)
23. Prinz Philipp Josef (1762-1802) - Sohn von Fürst Johann I.
24. Alois I., Fürst von und zu Liechtenstein (1759– 1805)
25. Prinzessin Marie Klothilde (1805-1807) - Tochter von Fürst Franz Josef I.
26. Prinzessin Marie Leopoldine (1793-1808) - Tochter von Fürst Johann I.

Neue Gruft:
  1. Johann I., Fürst von und zu Liechtenstein (1760 – 1836)
  2. Josefa zu Fürstenberg-Weitra (1776-1848) - Gemahlin von Fürst Johann I.
  3. Prinzessin Josefine (1844-1854) - Tochter von Prinz Franz de Paula
  4. Alois II., Fürst von und zu Liechtenstein (1796 – 1858)
  5. Prinzessin Franziska (1841-1858) - Tochter von Fürst Alois II.
  6. Prinzessin Melanie Sophie (1844-1858) - Tochter von Prinz Eduard Franz Ludwig
  7. Prinz Eduard Franz Ludwig (1809-1864) - Sohn von Fürst Franz Josef I.
  8. Honorata von Choloniewski (1813-1869) - Gemahlin von Prinz Eduard Franz Ludwig
  9. Franziska Kinsky von Wchinitz und Tettau (1813-1881) - Gemahlin von Fürst Alois II.
10. Prinz Franz de Paula (1802-1887) - Sohn von Fürst Franz Josef I.
11. Prinzessin Julia (1813-1895)
12. Prinz Alfred (1842-1907) - Sohn von Prinz Franz de Paula
13. Prinzessin Klara (1836-1909)
14. Prinz Heinrich (1853-1914) - Onkel von Fürst Franz Josef II.
15. Prinz Heinrich (1877-1915) - Sohn von Fürst Johann I.
16. Johann II., Fürst von und zu Liechtenstein (1840 – 1929)
17. Prinz Franz (1868-1929) - Neffe von Fürst Johann II.
18. Franz I., Fürst von und zu Liechtenstein (1853 – 1938)

Vaduz (Liechtenstein)
Nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie mussten die liechtensteinischen Fürsten ihre südmährischen Schlösser in Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) verlassen. Nachdem Österreich im März 1938 an das Deutsche Reich angeschlossenen wurde, entschied sich der neu regierende Fürst Franz Josef II. als erster Fürst Liechtensteins - aufgrund der Ablehnung des Nationalsozialismus - seinen Wohnsitz nach Liechtenstein auf Schloss Vaduz zu verlegen. Dadurch wurde es auch notwendig, eine neue Familiengrablege zu errichten. 1958-60 wurde im Park südlich der Kathedrale St. Florin eine neue fürstliche Gruft errichtet.

  1. Maria Elisabeth von Leutzendorff, Prinzessin von Liechtenstein (23. Mai 1921 - 10. September 1944) - Gemahlin von Prinz Constantin
  2. Elsa von Gutmann, Fürstin von Liechtenstein (6. Januar 1875 - 28. September 1947) - Gemahlin von Fürst Franz I.
  3. Prinz Eduard (2. September 1872 - 8. Mai 1951)
  4. Prinz Alois (17. Juni 1869 - 16. März 1955)
  5. Prinz Karl (16. September 1878 - 20. Juni 1955)
  6. Elisabeth von Österreich, Prinzessin von Liechtenstein (7. Juli 1878 - 13. März 1960) - Gemahlin von Prinz Alois
  7. Maria Annunziata von Österreich (31. Juli 1876 - 7. April 1961) - Schwester von Prinzessin Elisabeth
  8. Elisabeth von Urach, Prinzessin von Liechtenstein (23. August 1894 - 13. Oktober 1962) - Gemahlin von Prinz Alois
  9. Prinzessin Maria Therese (9. September 1871 - 9. April 1964)
10. Olga Pückler zu Limburg, Prinzessin von Liechtenstein (11. April 1873 - 14. Februar 1966) - Gemahlin von Prinz Eduard
11. Prinz Alois (20. Dezember 1917 - 14. Februar 1967)
12. Therese Maria zu Oettingen-Oettingen, Prinzessin von Liechtenstein (1. Juli 1887 - 29. März 1971) - Gemahlin von Prinz Alfred
13. Prinz Ulrich (29. August 1913 - 12. Oktober 1978)
14. Prinz Johannes (18. Oktober 1899 - 5. November 1979)
15. Prinz Ferdinand (18. Januar 1901 - 6. Februar 1981)
16. Emma von Hohenau von Gutmannsthal-Benvenuti (14. Mai 1926- 31. August 1984) - Gemahlin von Graf Wilhelm von Hohenau
17. Georgina von Wilczek, Fürstin von Liechtenstein (24. Oktober 1921 - 18. Oktober 1989) - Gemahlin von Fürst Franz Josef II.
18. Franz Josef II., Fürst von und zu Liechtenstein (16. August 1906 - 13. November 1989)
19. Prinz Wenzel (19. November 1962 - 28. Februar 1991)
20. Prinz Heinrich (21. Oktober 1920 - 29. November 1993)
21. Prinz Georg (11. November 1911 - 18. Januar 1998)
22. Prinz Constantin (23. Dezember 1911 - 28. März 2001)
23. Wilhelm, Graf von Hohenau (29. Mai 1922 - 27. November 2006)

Quellen: Karl Höß - „Geschichte der Stadt Feldsberg” (1902)
            Karl Höß - „Fürst Johann II. und die bildende Kunst” (1908)
         * Johann Huysza u. Siegbert Neubauer - „Die Gruft der fürstl. Familie Liechtenstein in der Pfarrkirche St. Nikolaus, Wilfersdorf”, Auszug aus „Kleine Festschrift 1744-1994”
       ** Wikipedia - Stammliste, Paulanerkloster in Wranau bei Brünn, Kathedrale St. Florin in Vaduz, Vaduz

            Thomas Winkelbauer - „Fürst und Fürstendiener - Gundaker von Liechtenstein, ein österreichischer Aristokrat des konfessionellen Zeitalters” (1999)
            Vranov u Brna - Konvent der Paulaner und Geistliches Zentrum der Diözese Brno/Brünn

 

  
   

fürstlich Liechtensteinische Baudirektoren, Architekten, Baumeister und Gärtner

 

Giovanni Maria Filippi (* 1565 in Dasindo, Gemeinde Lomaso/Trentino; um 1630 in Mähren)
Italienischer Architekt, Steinmetz und Baumeister.

1614 Prag [Praha] - Matthiastor in der Prager Burg;
bis Ende 1616 in Prag tätig;
?       Feldsberg [Valtice] - Schloss;
?       Wranau bei Brünn [Vranov u Brna] - Pläne für die Kirche & liechtenstein'sche Familiengruft, errichtet von Andreas & Johann Baptist Erna.
Giovanni Battista Carlone (* um 1580/90 in Verna, Bistum Como; † 28. Dezember 1645 in Wien)
Italienischer Baumeister und Architekt, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Stuckateur und Bildhauer.

ab 1614 in Feldsberg [Valtice] für Fürst Karl Eusebius von Lichtenstein tätig;
1620-37 Wien - kaiserlicher Hofbaumeister von Ferdinand II., weite Teile der Wiener Hofburg gehen auf seine Planungen zurück;
1635 Ungarn, Pressburg [Slovensko, Bratislava] - Bauaufsicht beim Umbau der Burg;
1634-45 Niederösterreich, Klosterneuburg - Umbau des Stifts.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia
Giovanni Giacomo Tencalla (* 1593 vermutlich in Bissone, Schweiz; † 1653)
Italienischer Architekt und Künstler, Architekt von Fürst Maximilian von Liechtenstein. Sein Sohn war der italienische Freskenmaler Carpoforo Tencalla. Vermutlich war er auch der Onkel von Giovanni Pietro Tencalla. Über sein Leben selbst ist wenig bekannt.

1614-20 Mähren, Brünn [Brno] - Palais Dietrichstein im oberen Teil des Krautmarkts.  In der ersten Hälfte des 17. Jh. von Domenico Martinelli umgebaut.
               Das Palais beherbergt heute das Mährische Landesmuseum.
?       Umbauarbeiten in den Liechtenstein Schlössern Eisgrub, Feldsberg und Rabensburg (um 1633);
         Mähren, Eisgrub [Lednice] - Entwurf des Venezianerbrunnens mit 4 Ebenen, 1635 von Pietro Materna realisiert.
                                                   Der einzige noch erhaltene Brunnen, von insgesamt 6, befindet sich heute in den ab 1890 angelegten
                                                   „Neuen Parkanlagen” vor dem Schloss von Eisgrub.
1631-38 Mähren, Feldsberg [Valtice] - Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt für Fürst Karl Eusebius von Lichtenstein. Als am 23. Oktober 1638
              die Kuppel einstürzte, wurde er entlassen. Erst 1641 wurde der Kirchenbau von Andreas Erna fortgesetzt und 1674 beendet.
1633-42 Mähren, Wranau bei Brünn [Vranov u Brna] - Paulanerkloster;
               Mähren, Nikolsburg [Mikulov] - Brunnen im Arkadenhof;
1638-53 Nikolsburg [Mikulov] - Loretto-Kapelle / St. Anna Kirche (Weihe 1656), heute Dietrichsteiner Gruft.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia
Giovanni Tencalla (* ? vermutlich in Bissone, Schweiz; † ?)
Italienischer Stukkateur, Bruder von Giovanni Giacomo Tencalla.

Feldsberg [Valtice] - gemeinsam mit Bernard Bianchi als Stukkateur in der Feldsberger Pfarrkirche genannt;
Nikolsburg [Mikulov] - als Stukkateur in der Nikolsburger Loretto-Kapelle / St. Anna Kirche erwähnt.
Giovanni Pietro Tencalla (* 17. November 1629 in Bissone, Tessin; † 6. März 1702 ebenda)
Italienisch-schweizerischer Architekt des Barock. 1656-92 kaiserlicher Baumeister und Bildhauer in Wien.
Nach dem Tode von Hofbaumeister Filiberto Lucchese wird er 1666 sein Nachfolger als Hofbaumeister.

Olmütz [Olomouc]
1661–50 Kloster Hradisch [Klášterní Hradisko] Barockumbau des Klosters (Moravský Escorial) gemeinsam mit Domenico Martinelli.
               Erst Benediktiner-, später Prämonstratenser-Kloster, auf einer kleinen Anhöhe am nördlichen Stadtrand in der Nähe der March [Morava].
1669-79 Kloster Heiligenberg [Klášterní Svatý Kopeček] - Wallfahrtskirche „Kirche der Heimsuchung Mariens”;
Wien
1672-81 nach einem Brand, Neubau sowie Aufstockung des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg;
Olmütz [Olomouc]
1673-1698 gemeinsam mit Domenico Martinelli Barockisierung der St. Michaels-Kirche;
Welehrad [Velehrad], 5 km nordwestlich von Altstadt bei Ungarisch Hradisch [Staré Město u Uherské Hradiště]
1684-89 Kloster Welehrad - Barockisierung der Klosterkirche. Dieses Kloster ist das älteste Zisterzienserkloster in Mähren und bis heute
              ein bedeutender Wallfahrtsort.
Wien
1685-87 für den kaiserlichen Oberststallmeister Philipp Sigmund Graf von Dietrichstein das heutige Palais Lobkowitz;
Mürau [Mírov], 6 km nordwestlich von Müglitz [Mohelnice], Bezirk Mährisch Schönberg [Šumperk]
letztes Drittel 17. Jh. ... Maria-Magdalena-Kirche. Heute befindet sich im Zentrum des Ortes nur mehr die Ruine dieser einst barocken Kirche.
Freiberg in Mähren [Příbor], Bezirk Neutitschein [Nový Jičín], Mährisch-Schlesische Region [Moravskoslezský kraj]
?       Piaristenkolleg, das Gymnasium wurde 1694 gegründet;
Feldsberg [Valtice]
?       Schloss;
 Kremsier [Kroměříž], Bezirk Kremsier [Kroměříž], Region Zlín in Ostmähren
?       Architektonische Gestaltung des Blumengartens [Květná zahrada];
?       Schloss Kroměříž - Barockumbau des Schlosses zusammen mit Filibert Lucchese;
Chropin [Chropyně], 7 km nordnordwestlich von Kroměříž, Bezirk Kremsier [Kroměříž], Region Zlín in Ostmähren
Anf. 18. Jh. ... Schloss Chropyně - Pläne für den Barockumbau des Schlosses.
                      Das Renaissancegebäude, 1615 zu einem Schloss umgestaltet, wurde nach einem Plan des Giovanni Pietro Tencallas durch
                      Matthias Porst erweitert und aufgestockt. Diese Bauveränderung verlieh Chropyně sein gegenwärtiges Aussehen.
Altwasser [Stará Voda], verlassener Ort in den Oderbergen, Bezirk Olmütz [Olomouc]
?       Wallfahrtskirche St. Anna. Altwasser befindet sich und gehörte bis zum 2. Weltkrieg zum Gerichtsbezirk Liebau im Landkreis Bärn.
         Seit 1947 befindet sich hier der Truppenübungsplatz Libavá und ist daher nicht mehr regulär öffentlich zugänglich.
         Die ehemalige Wallfahrtskirche blieb aber erhalten.

vermutliche Planungen...
Palais Esterházy - verlor jedoch weitgehend seine Gestalt im 18. und 19. Jahrhundert;
Theresianum -  soll nach den Zerstörungen von 1683 nach Plänen Tencallas von 1687 bis 1693 wieder aufgebaut worden sein.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia
Andreas (Andre, Ondrej) Erna (* vor 1600 in Lanzo d´Intelvi (Lombardei, Como); † 22. Februar 1652 in Brünn)
kam in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts von Norditalien nach Brünn. Er war Maurermeister, Baumeister und Steinmetz.
1625 besaß er bereits ein Haus an dem damaligen Oberen Markt, 1630 wurde er zum Bürger und gleichzeitig zum Meister der Steinmetzzunft  und Baubrüderschaft ernannt.

Wranau bei Brünn [Vranov u Brna]
1617-1633 Neubau der (Wallfahrts-/Kloster-) Kirche „Zur Geburt der Jungfrau Maria” [Kostel Narození Panny Marie] samt liechtenstein'scher Familiengruft
                   nach Plänen von Giovanni Maria Filippi
1634-1642 vermutlich auch Baumeister des von Giovanni Giacomo Tencalla geplanten Paulanerklosters.
Nikolsburg [Mikulov]
?       Pläne für die dem Hl. Johannes dem Täufer geweihte Piaristenkirche;
Feldsberg [Valtice]
?        Fertigstellung der Arbeiten am Schloss, nach der Entlassung von Giovanni Giacomo Tencalla;
1641  nach einer Besprechung mit Karl Eusebius v. Liechtenstein am 24. Juli übernimmt er am 4. August den Auftrag
          zur Fertigstellung der von Giovanni Giacomo Tencalla begonnenen Arbeiten an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt;
Brünn [Brno]
1648-51 (Kapuziner-) Kloster der Kreuzerhöhung;
1651-72 Kirche der Hl. Maria Magdalena geweiht.

Quelle:
Wikipedia (tschechisch)
Johann Baptist (Jan Křtitel) Erna (* um 1625 in Brünn; † 24. 2. 1698 Brünn)
Sohn von Andreras Erna, 1646 zum Brünner Bürger und 1647 als Meister in der Zunft aufgenommen.

Wranau bei Brünn [Vranov u Brna]
1654 erhält er den Auftrag zur Fertigstellung der von seinem Vater begonnenen Liechtenstein-Gruft
Feldsberg [Valtice]
-1671  Fertigstellung der von seinem Vater (bzw. Giovanni Giacomo Tencalla) begonnen Arbeiten an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt;
Brünn [Brno]
1659–79 Brünn [Brno] - Kirche des Heiligen Michael (Dominikanerorden), später auch am Bau des anliegenden Konvents beteiligt;
>1660 Groß Raigern [Rajhrad] - in Diensten des Benediktiner-Klosters tätig - weniger bedeutende Bauwerke;
1662-68 Brünn [Brno] - Erneuerung der Thomaskirche mit ihrem typischen Portal;
Brünn [Brno]
1668/69 Umbau des Alten Rathauses;
-1670 Bau des neuen Augustiner-Konvents mit der Propstei;
Bojkowitz [Bojkovice], Bezirk Ungarisch Hradisch [Uherské Hradiště], Region Zlín [Zlínský kraj]
>1670  Barockkirche dem Hl. Laurenz geweiht [sv. Vavřince];
Blatnitz [Blatnice], 5 km nordöstlich von Moravské Budějovice [Mährisch Budwitz], Bezirk Trebitsch [Třebíč], Region Hochland [Vysočina]
>1670  Zentralkapelle;
Jarmeritz an der Rokytná [Jaroměřice nad Rokytnou], Bezirk Trebitsch [Třebíč], Region Hochland [Vysočina]
>1670  Schlossumbau für die Adelsfamilie Questenberg;
1668-73  Loretto-Kapelle und Säulengang, in dem sich auch die Gruft der gräflichen Familie befand.
                Heute sind nur mehr Reste des Säulenganges erhalten.
1672–1673 Bau des Spitals und der Katharinenkapelle am Fluss Rokytná;
1669–1679 Bau des Servitenklosters, 1785 aufgehoben;
Turas bei Brünn [Tuřany u Brne]
1670-98 für die Jesuiten eine Residenz, Erneuerung des Wallfahrtortes mit weiteren kleineren Projekten;
1681 Pfarrhaus, einen Teil des Rundgangs, die Friedhofsmauer und einige kleinere Bauwerke;
1693-98 Neubau der großen Wallfahrtskirche der Heiligen Anna, deren Einweihung er nicht mehr erleben durfte.
              Sein schlechter gesundheitlicher Zustand erlaubte ihm nicht mehr den Bau zu leiten, so dass die Bauleitung sein Sohn aus erster Ehe,
              Johann Jakob, übernahm.
Brünn [Brno]
1682–90 einstöckiger Stiftpalast im Stadtzentrum mit einem kleinen Erker für die Stiftung der Gräfin Johanna Franziska Priska von Magnis.
               Erziehungs- und Ausbildungsanstalt für junge adelige Mädchen. => Damenstift (tschech. Palác šlechtičen);
1679 vom Stadtrat mit dem Bau einer Pestsäule beauftragt;
1687–90 Portal der Brünner Jesuitenschule (in der heutigen Mozart-Straße);
         nach den Zerstörungen durch die Schweden um 1645...
?       Liechtenstein-Palast am Náměstí Svobody [Platz der Freiheit];
?       Bischofshof [Biskupský dvůr] unter dem Petershügel [Petrov] - beherbergt heute Teile des Mährischen Landesmuseums;
?       einige Bürgerhäuser;
?       Gruft in der Kapuziner Kirche.

Quelle: Brünn - Berühmte Persönlichkeiten
Domenico Martinelli, italienischer Architekt des Barock (* 30. November 1650 in Lucca; † 11. September 1719 in Lucca)

Wien
1690 ... Palais Harrach (Freyung) nach Plänen des Architekten Christian Alexander Oedtl;
1691-1711 ... Liechtenstein Stadtpalais, im Auftrag von Dominik Graf Kaunitz gemeinsam mit Gabriele di Gabrielinach nach Plänen von Enrico Zuccalli;
1692 ... löst er Domenico Egidio Rossi bei den Arbeiten am (Garten-) Palais Liechtenstein in Lichtental (heute Wien-Alsergrund) ab;
Austerlitz [Slavkov u Brna]
Ende 17. Jh. ... Schloss Austerlitz für Graf Dominik Andreas Kaunitz in den Stil des Barock umgebaut;
1705 ... Rückkehr nach Italien.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia
Johann Baptist Rueber und Jakob Schwarth

? - 1686 Eisgrub [Lednice] - künstliche Höhle unter dem Schlossgebäude mit Tropfsteinen aus dem Mährischen Karst
Johann Bernhard Fischer, seit 1696 von Erlach, österr. Barockarchitekt (* 20. Juli 1656 in Graz; † 5. April 1723 in Wien)

  
Joseph Emanuel Fischer von Erlach (Fischer von Erlach der Jüngere), sein Sohn (getauft 13. September 1693 in Wien; † 29. Juni 1742 Wien)

1682 Neapel - für den Spanischen König tätig;
1686 Steiermark, Graz - Stuckierung des Mausoleums Ferdinand II.;
1687-95 Mähren, Frain an der Thaya [Vranov nad Dyjí] - Ahnensaal und Schlosskapelle mit Familiengruft im Schloss
                           von Reichsgraf Michael Johann II. von Althann;
1688 Wien - Lehrer des jungen Thronfolgers Josef, anlässlich seiner Krönung zum römisch-deutschen König 1690 entwarf er zwei Triumphpforten;
1688 Wien - Entwurf eines visionären Idealplan für Schönbrunn, dem 1696 ein völlig neues Konzept folgte.
                    Nach diversen Umbauten sind aber auch davon nur noch Fragmente erhalten.
1688 Wien - Entwürfe für das (Garten-) Palais Liechtenstein  in Lichtental, den Zuschlag erhält Domenico Egidio Rossi;
um 1688 Wien - Garten-Belvedere (Alserbachstraße 14), 1872 abgebrochen;
1688-96 Mähren, Eisgrub [Lednice] - Marstallgebäude gemeinsam mit Domenico Martinelli, von den geplanten 4 Flügeln wurden nur 3 errichtet;
1693/94 Salzburg - Fassade des Hofmarstalles und Winterreitschule, heute Teile des Festspielhauses;
1693/94 Niederösterreich, Engelhartstetten - Jagdschloss Engelhartstetten (Niederweiden) für Ernst Rüdiger von Starhemberg;
1694-1701 Salzburg, Maria Kirchental - Wallfahrtskirche „Pinzgauer Dom”;
1694-1704 Salzburg - Kollegienkirche (Universitätskirche);
1694-1702 Salzburg - Dreifaltigkeitskirche;
1697 Wien, Neuwaldegg - Gartenpalais Strattmann (Barockschloss);
1699-1704 Salzburg, Mülln - St. Johann-Spital samt Kirche;
1699-1705 Salzburg - Ursulinenkirche;
1699-1706 Wien, Innere Stadt - Stadtpalais Schönborn-Batthyány;
1697 Wien, Innere Stadt - 1. Bauabschnitt Stadtpalais des Prinzen Eugen, 1702 von Hildebrandt übernommen;
um 1700 Salzburg - Beginn mit der Errichtung von Schloss Kleßheim nach seinen Plänen;
1704 Steiermark, Mariazell - Hochaltar der Basilika;
1705 Wien - zum Oberinspektor sämtlicher Hof- und Lustgebäude ernannt;
1706 Niederösterreich, Murstetten - Instandsetzung des Barockschlosses Goldburg für Graf Gundacker von Althan(n).
                 1809 haben napoleonische Truppen die Goldburg in Brand geschossen. Heute existiert nur mehr das Mausoleum der Adelsfamilie.
1709-14 Wien - Böhmische Hofkanzlei in der Wipplingerstraße;
1710-12 Wien, Neubau - Gartenpalais Trautson;
1713-25 Wien, Neubau - Hofstallungen, das heutige MuseumsQuartier;
1715-37 Wien, Wieden - konnte er sich beim Wettbewerb um den Bau der Karlskirche u.a. gegen Johann Lukas von Hildebrandt durchsetzen -
                         von seinem Sohn Joseph Emanuel fertig gestellt;
1716-28 Wien, Landstraße - 2. Bauabschnitt Palais Schwarzenberg. 1697 von Obersthofmarschall Heinrich Franz Graf von Mansfeld und Fürst von Fondi
                         bei Johann Lukas von Hildebrandt als Palais Mansfeld-Fondi in Auftrag gegeben. 1706 wurde mit dem Bau begonnen.
                         Noch während der Bauzeit des Palais Mansfeld-Fondi verstarb der Graf von Mansfeld. Das unfertige Anwesen wurde schließlich
                         im Jahre 1716 von Adam Franz Karl Fürst von Schwarzenberg gekauft. Für die Fertigstellung beauftragte der Fürst den
                         Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach und seinen Sohn Joseph Emanuel Fischer von Erlach.
1722-30 Mähren, Frain an der Thaya [Vranov nad Dyjí] - weitere Umbauarbeiten am Schloss - von seinem Sohn fertig gestellt;
1722-35 Wien, Hofburg - Hofbibliothek - von seinem Sohn fertig gestellt;
1729-35 Wien, Hofburg - Winterreitschule => Joseph Emanuel Fischer von Erlach;
1723-35 Wien, Hofburg - Reichskanzleitrakt gegenüber dem Leopoldinischen Trakt - nach Lukas von Hildebrandt von
                                       Joseph Emanuel Fischer von Erlach fertig gestellt;
1733 Niederösterreich, Großweikersdorf - Fischer-von-Erlach-Kirche, nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach,
                                    von seinem Sohn Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichtet;

Quelle: Wikipedia und Salzburgwiki
Franz Libor Ritter von Deblin, Baudirektor ab 1. November 1721 (* ????; † ????)
Anton Ospel, Baumeister (* 2. Juni 1677 in Klösterle, Vorarlberg; † 3. April 1756 in Wien)
für Fürst Anton Florian Schloss-Umbauarbeiten in Feldsberg [Valtice] („spanischer Stall”, Reitschule, Marstall).
Antonio Maria Nicolao (Niccoló) Beduzzi, Theateringenieur, Dekorationsmaler und Architekt (* 1675 in Bologna; † 4. März 1735 in Wien)

1705 Wien - „Castrum doloris”* für die Begräbnisfeierlichkeiten Kaiser Leopold I.;
1708 Nachfolger von Lodovico Ottavio Burnacini als Theateringenieur am Wiener Hof;
1709 wurde nach seinen Plänen das Theater am Kärntnertor errichtet;
1710 Fresken im Großen Saal des Palais Niederösterreich (das größte zusammenhängende Deckengemälde Österreichs);
bis 1710 an der Hofoper als Dekorationsmaler tätig, wo er vier Hofopern mit Dekorationen ausstattete;
1711 Wien - „Castrum doloris” für die Begräbnisfeierlichkeiten Kaiser Joseph I.;
1711/12 Oberösterreich, Lambach - Entwurf für den Hochaltar der Stiftskirche;
1713                               Linz, Modell für die Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz in der Altstadt, 1717 von einem unbek. Künstler realisiert;
1714-18 Niederösterreich - Maria Taferl;
?                                         Melk;
?                                         Dürnstein;
1718 Wien - Schloss auf dem Leopoldsberg, 1891 abgebrannt;
1718 - 30     Kapelle am Leopoldsberg zu einer Kirche umgebaut;
1720 Oberösterreich, Linz, Planung Altar und Nepomukstatue für die Deutschordenskirche, 1727 entstand der Hl. Nepomuk von Georg Raphael Donner;
1722 Salzburg, Maria Bühel bei Oberndorf - Hochaltar mit Gnadenbild in der Kirche Maria Heimsuchung;
> 1720 Feldsberg [Valtice] - Schlosskapelle und „Altana“ (Altan), Portalteil des inneren Schlosspalastes;
um 1725 Salzburg, Salzburg Stadt - Hochaltar der Hauskapelle im Schloss Mirabell gemeinsam mit Lukas von Hildebrandt.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia

*Das Castrum doloris (lat. = „Trauerlager“, „Trauergerüst“) ist ein geschmücktes hölzernes Gerüst, das in der Renaissance und im Barock anlässlich des Todes von hochgestellten Personen errichtet wurde.
Anton Erhard Martinelli, Baudirektor ab 1732 (* 1684 in Wien; † 15. September 1747 in Wien)
Bereits sein Vater Francesco Martinelli arbeitete in Wien als Architekt. Anton Erhard Martinelli lernte beim Maurermeister Christian Öttl,
1711 wurde er Meister und 1730 Hofmaurermeister. Später nahm Martinelli auch Architekturaufträge an und wurde schließlich zum
Hofarchitekten ernannt. Er war ein vom Adel geschätzter Baumeister. Vor allem für die Familie Esterházy wurde er oft tätig.

1715-37 Wien, Wieden - Bauaufsicht bei der Errichtung der Karlskirche;
1716-28 Wien, Landstraße - Bauaufsicht beim 2. Bauabschnitt Palais Schwarzenberg;
1723
Mähren, Frain an der Thaya [Vranov nad Dyjí] - Schloss Frain;
Frauenberg an der Moldau [Hluboká nad Vltavou], Bezirk Budweis [České Budějovice], Südböhmische Region [Jihočeský kraj]
Anf. 18. Jh.  Schloss Frauenberg [Hluboká] für Fürst Adam Franz von Schwarzenberg;
Csakathurn (od. Tschakathurn) [Čakovec], im Norden Kroatiens
?                 Burg/Schloss Zrinski;
1730-32 Oberösterreich, Timelkam - Schloss Neu Wartenburg;
1740-42 Graz - Planung Palais Thinnfeld;
zw. 1666 und 1745 Wien, Innere Stadt - Kloster und Kirche Sankt Ursula;
?              Feldsberg [Valtice] - Fürst Josef Wenzel von Liechtenstein bestellt ihn als neuen Hofarchitekten.
                               Er beendet den Umbau nach Beduzzis Vorlagen, ändert allerdings den Stil seines Vorgängers etwas ab
                               und vereinfachte ihn, was insbesondere an der Seitenfassade im Nordosten in Richtung Nikolsburg [Mikulov] ersichtlich ist.
                               Die alte Burg, die sich ans Schloss am Ort der heutigen Gartenfront anschloss, wird abgebrochen.

Quellen: Artisti Italiani Austria und Wikipedia
Isidore M. A. (Marcellus Amandus) Canevale (Ganneval, * 1730 in Vincennes, Frankreich † 2.11.1786 in Wien) siehe auch Wikipedia
Seit 1776 wirklicher Hofarchitekt, erfüllte er vor allem Aufträge Kaiser Josephs II., unter anderem...
1784 Wien, Alsergrund - Umbau Allgemeines Krankenhaus, Narrenturm;
1785 Wien, Alsergrund - Josephinum;
1770 Wien, Augarten - Josephsstöckl;
1771 Wien, Schönbrunn - Brunnenhaus über den „schönen Brunnen”;
1781-83 Wien, Prater - Neubau des Lusthauses im Prater an Stelle des „Grünen Lusthauses”;
1761-77 Vác (Ungarn) -  Dom für Kardinal Migazzi;
1764 Vác (Ungarn) Triumphbogen (Steintor „Kokapu”, 1764);
         für die Fürsten von Liechtenstein wirkte er als fürstl. Hofarchitekt in Mähren und Schlesien;
1778-80 Wiener Neudorf - nach seinen Plänen wird die Pfarrkirche Maria Schnee errichtet.
Josef Meissl, fürstl. Hofarchitekt von 1787 - 1790 (der Ältere, * 1730; † 14. April 1790)
seit 1771 für Fürst Franz Josef I. von Liechtenstein tätig

1788-92 Wien, Innere Stadt - Palais Liechtenstein (Herrengasse), Majoratshaus, abgetragen 1913-17.
Joseph Ueberlacher (vielfach falsch „Uebelacher” geschrieben)
kaiserlicher Hofbau- und Wasseramtsbrückenbaumeister, logierte in Wien am Tabor.

1785-87 Eisgrub [Lednice] Wasserwerk „Wasserkunst” im Schlosspark; siehe auch „Eisgrub - Wasserwerk & Pumpenhaus”;
1818 Wiederaufbau der nach den Franzosenkriegen in Wien zerstörten Franzensbrücke.
Karl Rudzinsky (Ruczinsky), Architekt (* 1751;  † 1819)
1790 Feldsberg [Feldsberg] - Schlosstheater;
1793 Eisgrub [Lednice] - Schlosstheater (?);
1793 Versetzung nach Brünn zur Betreuung der Hammerwerke nebst den Baulichkeiten der mährischen Herrschaften.
Joseph Hardtmuth  ,fürstl. Hofarchitekt ab 1790, fürstl. Baudirektor von 1805 - 1812
(Neffe von Josef Meissl d.Ä., * 13. 2. 1758 in Asparn an der Zaya, Niederösterreich; † 23. 5. 1816 in Wien)

Joseph Hardtmuth war ein österreichischer Architekt, Erfinder und Fabrikant, der sich ohne Fachschulung vom Maurerhandlanger zum Polier empor arbeitete. 1789 Zeichner und Oberaufseher bei den Bauten des Fürsten Alois I. von Liechtenstein in Wien, am 21. September 1790 zum fürstlichen Architekten, 1805 zum Liechtensteinschen Baudirektor ernannt. Als Architekt war er führender Baukünstler der österreichischen Romantik. Zum Bau der Feldsberger Tiergartenmauer (1801-07) verwendete er ein von ihm selbst erfundenes und entwickeltes ziegelförmiges Baumaterial, das ohne Brennofen, nur mit eisernen Pressen hergestellt wurde. Die aus Sand und etwas Kalk gefertigten Ziegel hatten eine Größe von 45 x 30 x 23 Zentimeter. Er erfand auch das Steingut und die keramische Mine, die er in seiner eigenen Geschirr- und Bleistiftfabrik verwertete. Das Ende seiner Amtszeit unter Fürst Johann I., welches vermutlich auf die Pannen beim Husarentempel und der Trojanischen Säule zurückzuführen ist, konnte man nicht gerade als freundschaftlich bezeichnen. Am 21. Februar 1812 ersuchte Hardtmuth den Fürsten um Enthebung aus seinen Diensten.
Musikalisch war Joseph Hardtmuth ein Förderer von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert sowie ein namhafter Repräsentant der Wiener Hausmusik.
Sein Enkel Franz von Hardtmuth (1832-1896) entwickelte 1889 den „Koh-i-noor”-Stift mit 17 Härtegraden.
Wien
      1789-91 Stadtpalais Liechtenstein (Herrengasse), Majoratshaus (Palais und Kanzleihaus), in frühklassizistischem Stil modernisiert und erweitert.
      1791 Innenausbau, abgetragen 1913 und 1917.
Schildberg [Štíty, bis 1949 Šilperk], Nordmähren
      1793 Herrschaft Eisenberg, Dechantei;
Nieder Eisenberg [Dolní Ruda], Nordmähren
      1793 Herrschaft Eisenberg, Schule;
Wien
      1793
(Garten-) Palais Liechtenstein, Eingangsportal zum Park, 1814 von Kornhäusel durch ein neues ersetzt;
Mährisch Trübau [Moravská Třebová], Nordmähren
      1793/94 Dechantei;
Andersdorf [Ondřejov], Mährisch-Schlesische Region
      1793/94 Herrschaft Sternberg, Kurhaus;
Wien
      1793-1801
(Garten-) Palais Liechtenstein, div. Umbauten für die Verwendung als Gemäldegalerie;
Böhmisch Trübau [Česká Třebová], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1794-1801 Herrschaft Landskron, Pfarrkirche
Eisgrub [Lednice]
      1794 Badhaus, ca. 1804 abgebrochen
      1794 Sterntempel (Diana-, Sonnentempel) [Chrám Slunce], ca. 1838 abgerissen
      1794-97 Amtshaus und Meierhof, 1882 zum großen Teil abgetragen
      1795 Chinesischer Pavillon [Čínský Pavilón] - ein hölzernes chinesisches Lusthaus, 1848 von Georg Wingelmüller umgebaut, 1891 abgebrochen
Böhmisch Rothwasser [Červená Voda], Region Olmütz, Mähren
      1796, 1798 Schule
Lichwe (Lichwa, Lecha) [Libchavy], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1796, 1799 Herrschaft Landskron, Schule
Eisgrub [Lednice]
      1797-1804 Türkischer Turm (Minarett) [Minaret]
      1798 (Sandstein-) Obelisk an der Prittlacher Allee (Prittlach [Přítluky]); fälschlicherweise heute „Ohrfeige” [Facka] genannt; siehe Eisgrub, 1811
Michelsdorf
[Ostrov u Lanškrouna], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1798 Herrschaft Landskron, Turm für die Pfarrkirche
Eisgrub [Lednice]
      1799 Holländisches Fischerhäuschen mit Hafen [Holandský Rybářský domek s připojeným přistavem], heute nicht mehr erhalten
Lichwe (Lichwa, Lecha) [Libchavy], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1799-1803 Herrschaft Landskron, Pfarrkirche
Rudelsdorf [Rudoltice], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1799-1808 Herrschaft Landskron, Kirche
Loosdorf (10 km südöstlich von Laa/Thaya)
      um 1800 Hanslburg (künstliche, romantische Ruine, ähnlich der 1807-10 in Eisgrub errichteten Hansenburg)
      Ein Namenstagsgeschenk der Fürstin Josefa an ihren Mann, Fürst Johann I. Joseph von Liechtenstein. Diente dem Fürsten als eine Art Jausenstation.
      Obelisk
      siehe auch... Fallbach/Loosdorf und... Kraj Dolní Rakousko - Hrady (CZ)
Eisgrub [Lednice]
      1800 Plan für einen Obelisken
Thomigsdorf [Damníkov], Nordmähren (heute Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1800 Herrschaft Landskron, Schule
Kolodej [Koloděj], Böhmen (Ostböhmen, Region Pardubitz [Pardubice])
      1801-03 Herrschaft Aurinoves, div. Adaptierungen im Schloss, Pfarrkirche und Pfarrhaus
Feldsberg [Valtice]
      1801-07 Ummauerung für den Thiergarten Theim
      Die über 5 km lange und etwa 3 m hohe Mauer umschloss ein Areal von 270 ha (1,64 x 1,64 km). 1860 (oder erst 1872/73?) wurde sie abgerissen.
      1876 fand die letzte Parforcejagd im Revier Feldsberg-Eisgrub statt.
Feldsberg [Valtice]
      1802 Belvedere [Belveder] auf dem Fuchsberg
Eisgrub [Lednice]
      1803/04 Parkwächterhaus
Hadersfeld (bei St. Andrä-Wördern), Niederösterreich
      1803-07 Umbau des Schlosses (erbaut 1664) in ein Wohn- und Jagdschloss mit Kapelle
Eisgrub [Lednice]
      1805 Römisches Aquädukt und künstliche Grotten [Akvadukt a Jeskyně]
      1806 Durchfahrt durch das Schloss zum Park, versch. Adaptierungen, 1848 f. von Wingelmüller und Heidrich umgebaut
      1806 Jagdschlösschen (Jagdsalettl) [Lovecký zámeček]
Neuschloss in Mähren (bei Littau) [Nové Zámky (u Litovel)], Region Olmütz, Mähren
      1806 Herrschaft Mährisch Aussee [Úsov], Jagdschloss Um-/Wiederaufbau nach dem Brand im Jahre 1805 in ein Empirepalais
Hadersfeld (bei St. Andrä-Wördern), Niederösterreich
      1806/07 Neubau des Meierhofs, Tempel
Adamsthal (bei Brünn) [Adamov u Brna], Südmähren
      1806-08 Herrschaft Posoritz, Neubau des Schlosses und der Kolonnade
Wien
      1807/08 Leopoldstadt, Umbau des Hauses № 108
Eisgrub [Lednice]
      1807/08 Musentempel [Chrámu Múz], Statuen und Bildhauerarbeiten von Joseph Klieber, wegen der Errichtung des Palmenhauses 1842 abgerissen
      1807-10 Hansenburg [Janův hrad], künstliche, romantische Ruine
Neuschloss in Mähren (bei Littau) [Nové Zámky (u Litovel)], Region Olmütz, Mähren
      1808 Bau von 2 Tempeln und eines Obelisken
Adamsthal (bei Brünn) [Adamov u Brna], Südmähren
      1808/09 Umbauten an der Ruine Nova Hrad, 1812 zerstört
Eisgrub [Lednice]
      1809/10 (Um-) Bau des Neuhofs [Nový dvůr]
Mödling (bei Wien)
      1810 Herrschaft Liechtenstein, Schwarzer Turm
Sparbach (Hinterbrühl), Niederösterreich
      1810/11 Umbau des Schlosses sowie der Ruine Johannstein, Köhlerhütte und Triumphtor
Mödling (bei Wien)
      1810/11 Herrschaft Liechtenstein, Amphitheater und Jägerhaus
Lundenburg [Břeclav], Südmähren
      1810, 1812 Herrschaft Lundenburg, Jagdhaus „Auf den Lahnen” [Lány], 1812, 1813 von Kornhäusel umgebaut
Feldsberg [Valtice]
      1810 Obelisk an der Allee nach Schrattenberg, abgebrochen
      1810-12 Kolonnade auf dem Reistenberg
Lundenburg [Břeclav], Südmähren
      1810-12 Herrschaft Lundenburg, Jagdschlösschen Pohanská [Pohansko]
Eisgrub [Lednice]
      1810-12 Herrschaft Eisgrub, Jagdschlösschen Dianatempel (Rendez-vous) [Dianin chrám / Rendez-vous]
      1811 Obelisk auf der Fürstenallee Eisgrub - Feldsberg, genannt „Ohrfeige” [Facka], 1868 durch einen Blitzschlag zerstört.
Mödling (bei Wien)
      1811 Husarentempel (Holzbau), 1812 bei einem Sturm zerstört (siehe... Der Anninger)
      1811 Trojanische Säule, auf einer Anhöhe 300 m nordwestlich des Husarentempels, während des Baues eingestürzt
               1913 wurde dort eine künstliche Ruine errichtet, die „das Zerstörte Troja” oder „Phönix Burg” genannt wurde;
               heute befindet sich hier das Phönix-Kreuz (mit Gipfelbuch) und nur mehr Reste von Steinen und Ziegeln bezeugen,
               dass hier einmal ein Bauwerk stand.
      1811 Entwurf der Pyramide, nicht ausgeführt
      1811 romantische „Burg” samt Aussichtsturm auf dem Schuttkegel der Burg Mödling, wurde bald wieder zur Ruine

Quelle: „Joseph Hardtmuth, Architekt und Erfinder, 1758-1816” von Gustav Wilhelm, Böhlau Verlag 1990
Joseph Georg Kornhäusel, Architekt (* 13. November 1782 in Wien; † 31. Oktober 1860 in Wien)
Baudirektor von 1812-18
Kornhäusel war ein herausragender österreichischer Architekt in der ersten Hälfte des 19. Jh. und einer der wichtigsten österreichischen Vertreter des Klassizismus, den er mit lokalen Traditionen verband. Sowohl die dem Donaukanal zugewandte Seite der Inneren Stadt von Wien als auch Baden bei Wien sind wesentlich von ihm geprägt.
Als fürstlich Liechtensteinischer Baudirektor war er für den Ausbau von Schloss Eisgrub zuständig und für die Errichtung der Raistenkolonnade bei Feldsberg. Zu seinen Bauwerken bzw. Planungen zählen unter anderem auch zahlreiche Wohnhäuser.
Wien
      1802-05 Hotel „Zur Kaiserin von Österreich” (heute: „Kaiserin Elisabeth”), 1. Bezirk, Weihburggasse 3 (1. Arbeit)
      1804-10, Landhaus in Ottakring für Joseph Edler von Jenamy (Kornhäusel-Villa), 16. Bezirk, Ottakringerstraße 235
      1805 Mietshaus Anton Öfferl, 3. Bezirk, Rennweg 56
      1807/08 Zirkus Bach, 2. Bezirk, Prater, 1852 demoliert
Baden bei Wien
      1807 Metternichhof, Theresiengasse 10
Jeutendorf (Maria Jeutendorf bei Böheimkirchen), Niederösterreich
      1807 Balkon mit Steingeländer, zweiarmige Freitreppe mit Terrasse und Balustrade
      1810/11 Meierhof
Baden bei Wien
      1811 Emilienhof
      1811/12 Stadttheater, Theaterplatz 1, nach 1900 abgetragen und 1909 durch einen Bau vom Büro Fellner & Helmer ersetzt
      1812 Esterhazy-Villa
Mödling (bei Wien)
      1812/13 Husarentempel (Ziegelbau) in der Brühl
Feldsberg [Valtice]
      zw. 1812 und 1813 Dianatempel (Rendez-vous) [Dianin chrám / Rendez-vous] nach Plänen von Joseph Hardtmuth fertig gestellt.
                                     Relíefs mit Jagdmotiven und Allegorien der Tageszeiten vom Bildhauer Joseph Klieber.
Wien
      1814
Palais Liechtenstein, Eingangsportal zum Park
Baden bei Wien
      1814-15 Rathaus
Eisgrub [Lednice]
      1814  Anbauten an das Schloss Eisgrub
      1814-16 (Jagd-) Teichschlösschen [Rybniční zámeček] am Nordufer des Mitterteich’s [Prostředni rybníky]
Wien
      1816 Hietzinger Theater, 13. Bezirk, nicht mehr erhalten
Feldsberg [Valtice]
      1817 Raistenkolonnade [Kolonáda na Rajstnĕ] nach Plänen von Joseph Hardtmuth (1810) fertig gestellt.
               Joseph Klieber beendete erst 1823 seine bildhauerische Arbeit.
      1811-17 Jagdschlössl „Salettl” im Katzelsdorfer-Wald zwischen Feldsberg und Katzelsdorf geplant und errichtet
                    Relíefs mit Jagdmotiven vom Bildhauer Joseph Klieber.
                    (
Salet => Salettl, Jagdschlössl => Gschlessl, Kyclovka [„Beim Kycl”]) mit Försterhaus, 1955 niedergebrannt und zerstört
                   
Das Jagdschloss (Salet, Salettl) und Försterhaus im Katzelsdorfer Wald , Dieter Friedl 2010
      1818 Johannes- oder Pilgerkapelle (wegen der eigenwilligen Dachform „Pfefferbüchsel” genannt), Reste der Grundmauer sind noch vorhanden
Baden bei Wien
      1820-22 Engelsbad, Weilburgstraße 7-9
      1820-23 für Erzherzog Karl Schloss Weilburg, Weilburgstraße, 1945 ausgebrannt, 1964 gesprengt und abgerissen
      1820-23 Sauerhof, Weilburgstraße 11 => Grand Hotel Sauerhof
Wien
      1822 Theater in der Josefstadt, 8. Bezirk
      nach 1822 Innenausstattung der Albertina, 1. Bezirk
      1824-26 Synagoge (Stadttempel), 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4 (Kornhäusel entwarf auch die Kultgegenstände)
      1825-27 Kornhäuselturm, 1. Bezirk, Seitenstettengasse 2/Fleischmarkt 1B
      1825-30 Seitenstettnerhof, 1. Bezirk, Seitenstettengasse 5
      1827-35 Umbau des Schottenstifts (Bibliotheksaal,...)
      1828-30 Göttweiger Hof, 1. Bezirk, Spiegelgasse 9
      1834-42 Stift Klosterneuburg, Fertigstellung der von Donato Felice d'Allio 1730 begonnen Gebäudeteile (westl. Hoftrakt, Teile des Einfahrtstraktes)
      1836/37 Kloster der Mechitaristen, 7. Bezirk, Mechitaristengasse 4

Quelle: NDB Neue Deutsche Biographie, seit 1953, bisher 23 Bände, Aachen bis Schwarz (ADB Allgemeine Deutsche Biographie, 1875-1912, 56 Bände)
            NDB Joseph Kornhäusel
Josef Poppela(c)k, Hofarchitekt (* 2.März 1780 in Peterwitz bei Leobschütz  † 3.März 1859 in Feldsberg), Baudirektor ? - ?
Bischof(s)warth [Hlohovec], über der Grenze Österreich - Mähren am Bischofswartherteich [Hlohovecký rybníky]
      1826/27 Grenzschlösschen [Hraniční zámeček] nach einem Entwurf von Franz Engel von Joseph Poppelak geplant und errichtet;
Garschönthal [Úvaly]
      1843 Kapelle in Garschönthal
(Joseph) Franz Engel, Hofarchitekt (* 1776 † 1827), Baudirektor 1825 - ?
zwischen Lundenburg und Eisgrub
      1817-19 Jagdschlössl „Salettl” im Katzelsdorfer-Wald nach Plänen von Joseph Kornhäusel fertig gestellt.
      1818/19 Apollo-Tempel [Appolonův chrám] nach Plänen von Joseph Kornhäusel errichtet.
                    Die bildhauerische Verzierung, von der antiken Mythologie inspiriert, ist ein Werk Joseph Kliebers.
Wranau
      1819-21 Erweiterung der Liechtenstein-Gruft
Feldsberg [Valtice]
      1824 Umbau-Arbeiten am Neuhof, Stallungen für die Musterzucht von Schweizer Kühen
zwischen Eisgrub und Feldsberg
      1824 Tempel der „Drei Grazien” [Chrám Tří grácií], Statue der 3 Grazien von Johann Martin Fischer,
               die allegorischen Statuen der Künste und Wissenschaften stammen aus dem Musentempel in Eisgrub (1807/08 errichtet - 1848 abgetragen)
Eisgrub [Lednice]
      Schlosstheater, wegen der Errichtung des Palmenhauses 1842 abgerissen
Rabensburg
      1825 Tumuli-Feldkapelle (Bild 1, Bild 2 und Bild3)
Georg Wingelmüller, Baudirektor (* 16. April 1810 † 6. 8. 1848)
Eisgrub [Lednice]
      1846-48 Umgestaltung des Schlosses in Eisgrub im Stil der Neugotik, Umbau des Wasserwerks „Wasserkunst” im maurischen Stil
Peter Hubert Desvignes (* 1804 in Konstantinopel † 1883 in Lewisham)
Eisgrub [Lednice]
      Umgestaltung des Schlosses im Stil der Neugotik, Palmenhaus
Johann Heidrich (1848-1877), Baudirektor
Eisgrub [Lednice]
      1848-58 Umgestaltung des Schlosses im Stil der Neugotik (Fortsetzung der Arbeiten von Georg Wingelmüller)
Lundenburg [Břeclav]
      1853-56 St. Cyrillus und Methodius Kapelle [Sv. Cyríl a Metoděj]
Feldsberg [Valtice]
      1854/55 Hubertus-Kapelle [Svatého Huberta] nach Plänen von Georg Wingelmüller errichtet, die Hubertus Statue stammt von Joseph Högler.
Ignaz Bankó (*17. 1. 1844, Wien † 10. 3.  1897, Wien), fürstlicher Architekt, Vorgänger von Gustav v. Neumann

Ignaz Bankó war der Sohn von Johann Bankó. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in München und Wien. 1866 inskribierte er bei Prof. Friedrich v. Schmidt (weltberühmter Wiener Architekt und Dombaumeister von St. Stephan). 1870 heiratete er Helene, Tochter des Carl Haus von Hausen, der von 1861 bis 1884 Landesverweser in Vaduz gewesen war. Der Ehe entsprangen die Kinder Julius (1871-?) und Irene (1872-?). Am 1. Juli 1871 wurde Ignaz Bankó als Architekt in den fürstlichen Dienst aufgenommen. 1881 erhielt die Familie Bankó die Liechtensteiner Staatsbürgerschaft, seinen Wohnsitz hatte er in Wien IV, Gumpendorferstrasse Nr. 65.
Quelle: Frick, Florin - Gustav Ritter von Neumann, ein Architekt des Späthistorismus / JbHVLiechtenstein 92, 1994
 

  1869-73 ...
1876 ...
1881 ...
1890 ...
  Vaduz, FL ... technische und architektonische Leitung bei der Errichtung der Pfarrkirche St. Florin, Planung Friedrich v. Schmidt 1867-68
Wartstein bei Gloggnitz, NÖ ... Restaurierung der Burg Wartstein im Auftrag von Fürstenwitwe Franziska v. Liechtenstein (1813-1881)
Vaduz, FL ... Gasthof „Löwen”, hölzerner Verandavorbau. In den 1930-er Jahren durch einen eingeschossigen Flachdachvorbau ersetzt.
Vaduz, FL ... Absteigquartier an der Straße nach Triesenberg, oberhalb des Schlosses
Carl Weinbrenner (* 15.10.1856 in Brünn † 1942 in Leitmeritz [Litoměřice, Nordböhmen]) ... Carl Weinbrenner (pdf-Datei)
Erst studierte er an der „Brünner Technik” (Deutsche Technische Hochschule Brünn), von 1877/78 bis 1880/81 an der Bauschule (die spätere Fakultät für Architektur) der k.k. Technischen Hochschule in Wien, wo er am 27.10.1881 die Erste Staatsprüfung mit Auszeichnung ablegte. Ab Oktober 1881 besuchte er die Akademie der Bildenden Künste, wo er an der „Specialschule für Architektur” des Prof. Friedrich v. Schmidt  studierte. Abgang mit Austrittszeugnis (Fr. v. Schmidt) vom 21. Juli 1883.
Ab 1884 Architekt im Dienste des Fürsten von Liechtenstein, Baudirektor, 1910 - 1926 ordentlicher Professor an der Technischen Universität in Prag.
 
1883-92 ... Olmütz [Olomouc], Restaurierungs- und Umbauarbeiten des Wenzelsdoms, die Domfassade mit den 2 Türmen sowie die Umgestaltung
der Seiten- und Chorfassade entstanden nach seiner Planung.
Thomigsdorf in Böhmen [Damnikov, CZ], Pfarrkirche
ab 1884 ... Feldsberg [Valtice], Gentsche-Hof (später Theim-, heute Föhren-Hof [Boří dvůr, Genža]) ... vermutlich Rest- od. Ergänzungsarbeiten;
- Baujahr des Gentsche-Hofs lt. Hans Huysza 1882
1885 ... Eisgrub [Lednice], Bürgerschule (neben der bestehenden Volksschule)
1885/86 ... Niederabsdorf ... (alte) Volksschule, seit 1986 Heimatmuseum
1890 ... Landshut [Lanžhot], Jagdschlösschen [zámeček]
1890-92 ... Feldsberg [Valtice], Neu- / Umbau des Spitals der Barmherzigen Brüder
1892 ... Lundenburg [Břeclav], St. Rochus-Kapelle (Park des 28. Oktober [Sady 28. října] beim Bahnhof)
1892/93 ... Landshut [Lanžhot], Kirchenumbau
1894 ... Feldsberg [Valtice], Totenkapelle (beim Krankenhaus)
1894 /1902 ... Hohenau, Vergrößerung der Pfarrkirche, das Hauptschiff wurde um 10 Meter verlängert, ein Seitenschiff wurde angebaut,
                der Innenraum wurde renoviert; Ausführung durch den k. k. Hofbaumeister Josef Schmalzhofer
1894-98 ... Unterthemenau [Poštorná], Pfarrkirche der „Mariä Heimsuchung” geweiht,
      im griechisch-orthodoxen Stil aus glasierten Ziegeln erbaut.
Mistelbach, Obelisk (ehem. Wetterstation) im Stadtpark. Im Zuge der „Land-, forstwirtschaftlichen und gewerblichen Ausstellung”
      in Mistelbach. Unter Fürst Johann II. errichtet präsentierte es die Produkte seiner Ziegelwerke in Unter-Themenau.
1898 ... Eisgrub [Lednice], Jubiläumsbrunnen am Hauptplatz (Schlossplatz [Zámecké námìstí]), gemeinsam mit Ferdinand Hartinger,
      anlässlich des 40. Regierungsjubiläums von Johann II. von Liechtenstein
  1900 ... Höhere Obst- und Gartenbauschule (seit 1985 Fakultät für Garten- und Landschaftsbau der Mendel-Universität für Land-
      und Forstwirtschaft Brünn)
1900/01 ... Dobermannsdorf, Pfarrkirche zum Hl. Andreas, Grundsteinlegung 24. Juni 1900,
      Einweihung 21. Oktober 1901 - bis auf die Lage, ident mit der Pfarrkirche in Katzelsdorf
  1901 ...   Eisgrub [Lednice], Bahnhofsgebäude
Unterthemenau [Poštorná], Bahnhofsgebäude
  1904 ...   Feldsberg [Valtice], Restaurierung der Pest- / Mariensäule vor der Pfarrkirche
  1904/05 ...   Mistelbach, Spitalskirche zur Hl. Elisabeth, heute Evangelische Kirche
  1905 ...   Katzelsdorf / Feldsberg [Valtice], Renovierung des Jagdschlössls „Salettl” (Gschlessl) -
      1811/1819 unter Joseph Georg Kornhäusel und Franz Engel erbaut
1905-06 ... Erdpreß, Pfarrkirche zum Hl. Vitus (Veit), Grundsteinlegung 5. Juni 1905, Fertigstellung 1. September 1906,
      Einweihung 19. November 1917
1905-08 ... Katzelsdorf, Pfarrkirche zum Hl. Bartholomäus, nach Plänen von der Pfarrkirche in Dobermannsdorf
      Friedhofs-Portal und Pfarrhof-Umbau
1906 ... Unterthemenau [Poštorná], Volksschule „Rote Schule” (links von der Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung”)
Wilfersdorf, Restaurierung des Kreuzweges
1907 ... Feldsberg [Valtice], Restaurierung der Raistenkolonnade
1908 ... Feldsberg [Valtice], Barockhauben auf den Ecktürmen der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt”
1909 ... Unterthemenau [Poštorná], Pfarrhaus (rechts von der Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung”)
1910/11 ... Bullendorf, Kirche der „Maria Königin” geweiht, errichtet vom Mistelbacher Baumeister Josef Dunkl
1911 ... Bernhardsthal, Planung einer neuen Kirche, wegen des 1. Weltkriegs nicht realisiert
1912 ... Rampersdorf (Lanštorf) [Ladná], Pfarrkirche zum Hl. Erzengel Michael

???? ...

div. kleine Wegkapellen,
zahlreiche Altäre, Kanzel und Inneneinrichtungsstücke für diverse Patronatskirchen,
      Humanitätsanstalten und Schulen
zahlreiche Forst- und Hegerhäuser sowie Familien- und Arbeiterhäuser auf den fürstlichen Besitzungen

Bernhardsthal ... Hegerhaus im Föhrenwald (Haus No. 291)
Bernhardsthal / Rabensburg, bei der ehem. Thaya-Wehr ... Hegerhaus (Hoffmannhaus)
Bernhardsthal, Reintal, Feldsberg [Valtice] ... div. Haupt- und Nebengebäude der Meierhöfe
Bernhardsthal, heute Landshut [Lanžhot] ... Umbau des Jagdschlösschens „Auf den Lahnen” [Lány] -
                                                                  1810-12 unter Joseph Hardtmuth erbaut
Eisgrub [Lednice] ... Gartenbau-Direction im Park Liechtenstein (Dir. Wilhelm Lauche)

                               Klosterspital samt Nebengebäude der Barmherzigen Schwestern
                               Friedhofsanlage samt Kapelle
                               Armenhaus
Eisgrub-Neudek [Lednice-Nejdek] ... Doppelhegerhaus

Feldsberg [Valtice] ... Umbauarbeiten am südöstlichen Schlossflügel, neobarocke Steinbänke und
                                       Barockstatuen (vom Schloss Bransdorf [Brantice]) im Schlosspark,
                                       Herkulesstatuen von Schloss Scherotein (Zerotein) [Žerotín]
                                 Hegerhaus beim Dianatempel (Rendez-vous)
Hausbrunn, Neubau der Kirchtürme
an der nördl. Marchüberfuhr zwischen
Landshut [Lanžhot, CZ] und Broczko [Brodské, SK] ... Jagdhaus
Loidesthal ... Antonshof (nach dem Brand um 1884) ?
Lundenburg [Břeclav], Hegerhaus im Saugarten [Hájenka Kančí obora], heute als Ferienhaus zu mieten (Link)
Turnitz in Mähren [Tvrdonice, CZ] ...
Neubau der Kirchtürme
Ung. Ostra [Uherský Ostroh, CZ] ...
Neubau der Kirchtürme
Unterthemenau [Poštorná] ... Hegerhaus südwestlich vom Bahnhofsgebäude
                                             Hegerhaus auf der Straße nach Feldsberg (heute střelnice [Schießplatz/Schützenhaus])
Gustav Ritter von Neumann (* 8.6.1859 in Dornbach, Niederösterreich (1892 zum 17. Wiener Gemeindebezirk eingemeindet) † 14. 5. 1928 in Wien)
 

Gustav von Neumann stammt aus einer herzoglich-coburgischen Architektenfamilie. Sein Vater Franz von Neumann der Ältere (1815–1888), sowie sein Bruder Franz von Neumann (1844–1905) waren bekannte Wiener Architekten. Nach der Matura im Jahre 1877 besuchte er bis 1884 als a.o. Hörer die Bauschule der Technischen Hochschule Wien. 1884-1886 war er Schüler bei Prof. Friedrich v. Schmidt an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Auf Empfehlung Friedrich v. Schmidts trat er 1887 als Architekt in die Dienste von Fürst Johann II. von Liechtenstein. Aus der 1891 mit Irene Wellspacher geschlossenen Ehe stammt Sohn Gustav Franz (1892-1939). 1919 avancierte er zum fürstlichen Oberbaurat. Während Karl Weinbrenner im nördl. Niederösterreich und in Südmähren tätig war, betätigte sich Gustav von Neumann mehr im südlichen Niederösterreich bzw. im Fürstentum Liechtenstein.
Und wie Karl Weinbrenner, so bot auch ihm 1905 und 1907 die
Technische Universität in Prag die Professur an, welche Neumann allerdings ablehnte.
Ende 1925 tritt er in den Ruhestand.
Quellen: Frick, Florin - Gustav Ritter von Neumann, ein Architekt des Späthistorismus / JbHVLiechtenstein 92, 1994
             Architektenlexikon, Wien 1770-1945
 

1887-1900 ...
1888-93 ...
1888-98 ...
1889 ...
1890/91 ...
1893- 94 ...
1894-95 ...
1896 ...


1897-99 ...
1899 ...


um 1899 ...
1899-1903 ...
1899-1908 ...
1900 ...
1901 ...


1903 ...

1903 - 06 ...
1904 ...

1904 - 06 ...
1907 ...
1908 ...
1909-11 ...
1911 ...
1913 ...
1914 ...
1921 ...
1922 ...
1924 ...

undatiert ...
Brunn a. Gebirge, Ecke Kirchengasse / Wienerstraße, NÖ ... Restaurierung u. Umbau d. Patronatskirche Hl. Kunigunde
Schaan, FL ... Pfarrkirche
Schottwien, NÖ ... Restaurierung der Pfarrkirche Hl. Veit
Klamm, Breitenstein Nr.20, NÖ ... Instandsetzung & Restaurierung der Burgruine u. Kapelle auf dem Hausbachkogel
Semmering, Maria Schutz, Greis, NÖ ... Hegerhaus
Adamsthal, Mähren [Adamov, CZ] ... vermutl. Entwurf Wirtshaus „Zum Felsenkeller”
Semmering, Hochstraße 50, NÖ ... Pfarrkirche
Semmering, Hochstraße 50, NÖ ... Pfarrhaus (Beneficiatenhaus)
Semmering Nr.46, NÖ ... ehem. Wasserheilanstalt „Marienhof”
Mödling, NÖ ... Restaurierung des Karners St. Pantaleon,
Ruggell, FL ... Pfarrkirche St. Fridolin
Vaduz, FL ... fürstl. Forsthaus
Franzensfeste, Südtirol [Fortezza, I] ... Pfarrkirche
Landsberg im Adlertal, Böhmen [Lanšperk, nordöstl. von Ústi nad Orlicí, Pardubický krajCZ] ... Entwurf der Kapelle
Adamsthal, Mähren [Adamov, CZ] ... Wirtshaus „Zum Felsenkeller“
Wien 9, Lustkandlgasse 34 / Canisiusgasse 14-16 ... Canisius-Kirche und Kloster
Gießhübel, NÖ ... Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, Einweihung im Sommer 1908
Breitenstein, NÖ ... Restaurierung Pfarrkirche Hl. Martin,
Semmering, Maria Schutz, Greis, NÖ ... Hegerhaus-Umbau zu einem U-förmigen Grundriss
Wien 18, Scheidlstraße 2 / Gersthoferstraße ... Schule Marianum d. Kongregation d. Schulbrüder
Wien 3, Steingasse 2 / Landstraßer Hauptstraße 130 ... Miethaus
Wien 19, Sieveringerstraße 199-201 ... Umbau der Villa
Wien 18, Martinstrasse 81 ... vermutl. Entwurf der Allerseelen-Kapelle
Vaduz, FL ... Regierungsgebäude
Wien 2, Pratercottage ... fürstl. Villa (nicht mehr erhalten)
Mödling, Kirchenplatz, NÖ ... Restaurierung u. Umbau (Portalvorbau) der Pfarrkirche Hl. Othmar,
Wien 3, Landstraßer Hauptstraße 137 / Keinergasse 37 ... Herz Jesu-Kirche samt Kloster für Krankenschwestern
Wien 18, Martinstraße 79-81 ... Klosterkirche der Kongregation Trösterinnen der armen Seelen
Karthum, Sudan, Afrika ... 2 Kirchenentwürfe die nicht realisiert wurden
Balzers, FL ... Pfarrkirche
Triesen, FL ... Restaurierung der Kapelle St. Mamertus
Wien 9, Fürstengasse 1 ... Einbau der Bibliothek aus dem Majoratspalais Liechtenstein, Herrengasse Wien 1, in das Sommerpalais
Breitenstein 118 und 119, im Thalhof (Semmering), NÖ ... Forsthaus und Jagdschloss
Obergrund, Kreis Freiwaldau, Mähren [Grunt Horní, Šternberk, CZ] ... Hegerhaus
Karlsberg (Karlsburg?), Mähren [Karlovec, bei Nová Pláň / Bruntál, CZ] ... Pfarrhaus
Schottwien, NÖ ... Kriegerdenkmal

Aubeln, Herzogtum Jägerndorf, Schlesien [Úblo, Krnov, CZ] ... Kirche
St. Petersburg [Са́нкт-Петербу́рг, RU] ... Kapelle im österreichisch-ungarischen Botschafterpalais
Milkendorf, Herzogtum Jägerndorf, Schlesien [Milotice nad Opavou, CZ] ... Kapelle
Pissendorf, Mähren [Pískov, Ortsteil der Gemeinde Troubelice bei Uničov, okres Olomouc, CZ] ... Kapelle
Nemile, Hohenstadt an der March, Mähren [Nemile, Zábřeh, CZ] ... Kapelle
Sternberg, Mähren [Šternberk, CZ] ... Kapelle
Niedergrund, Mähren [Dolní Žleb, Šternberk, CZ] ... Kapelle
Gobitschau, Mähren [Chabičov, auch Chobičov, Šternberk, CZ] ... Kapelle
Rehsdorf, Mähr. Trübau, Mähren [Radisov, CZ] ... Kapelle ... Kapelle
Dohle, Sternberg, Mähren [Dálov, Šternberk, CZ] ... Kapelle
Allhütten, Sternberg, Mähren [Lhota, Šternberk, CZ] ... Kapelle
Hof Nikles (Halbseith), Mähren [Holba (Hanušovice), Okres Šumperk, CZ] ... Kapelle
Leiding (Pitten), NÖ ... Kapelle
Badacsony (am westlichen Nordufer des Plattensees), Ungarn ... Kapelle
Szepten (?*) Uyfalu (Ujfalu, Csongrad, 46°34'0" nördlich, 20°25'0" östlich ?), Ungarn ... Kapelle  / *Szepten heißt übersetzt September!
Schloss (od. Burg?) Liechtenstein, NÖ ... Kapelle
Wien 18 ... Schule mit Pensionat und Kirche der Ehrwürdigen Marienbrüder
Kalksburg, NÖ ... Kinderbewahranstalt
Rosenau (am Sonntagberg, Bez. Amstetten), NÖ ... Pfarrhof, Schule und Kloster
Breitenstein, Adlitzgraben (Semmering), NÖ ... Forsthaus
fürstlich Liechtenstein'sche Gärtner und Hofgärtner

Dominique Girard, französischer Gartenarchitekt und Ingenieur ( * um 1680; † 1738 in München)

Er hatte einen maßgeblichen Anteil an der barocken Gestaltung der Schlossgärten Nymphenburg und Schleißheim bei München, dem Belvedere-Garten in Wien und dem Garten von Schloss Augustusburg in Brühl.

Schlossparkgestaltung in Feldsberg [Valtice] für Fürst Josef Johann Adam I. von Liechtenstein (1690-1732)

Franz Boos, fürstlicher Gärtner (* 23. Dezember 1753 in Frauenalb, Baden-Württemnerg; † 9. Februar 1832 in Wien)

Hofgärtner, Tier- und Pflanzensammler des 18. Jahrhunderts und Leiter der Kaiserlich-Königlichen Hofgärten in Wien

1774/75 ... Gärtner in Eisgrub [Lednice]

Johann Bernhard Petri, Wirtschaftsrat und fürstlicher Gärtner (*1767; †1854)
Sohn des Karlsbergers Hofgärtners Ernst August Bernhard Petri (* 1744; 1809) aus Zweibrücken.
Lehrzeit in Karlsberg, danach fürstlicher Gärtner in Eisgrub.

1805-11 ... wurde nach seinen Plänen der Schlossteich, die Inseln und die gesamte Parkanlage angelegt.
Ignaz Holle, Gärtner
gemeinsam mit Josef van der Schot(t) für den Schlosspark in Eisgrub verantwortlich
Joseph van der Schot, Botaniker, kk und fürstlicher Gärtner
Sein Vater, Richard van der Schot (* um 1733, Delft, †1790, Wien), genannt Reich, war Gehilfe des 1. Schönbrunner Gärtners Adrian van Steckhoven sowie Botaniker und 1789/90 Direktor der kaiserlichen Menagerie. Sein Sohn Joseph (*1770 Wien, Schönbrunn; 1812 Pittsburgh, Pennsylvania) wurde 1794 kk Hofgärtner im Botanischen Garten, sein Schwager war Franz Boos. 1802 wurde er fürstlicher Hofgärtner bei Fürst Alois I., der ihn zum Studium und als Sammler von botanischen Gewächsen nach Nordamerika sandte um ihn von dort mit geeigneten Gewächsen für den Schlosspark in Eisgrub zu beliefern.
   
Hofrat Dr. Wilhelm Lauche, fürstlicher Gärtner (*12. Juni 1859 in Leipzig-Altnaundorf; 15. Jänner 1950 in Leipzig)
Nach der Gärtner-Lehranstalt in Wildpark (Potsdam) studierte Lauche Botanik an der Universität Leipzig.
Praktikum in Belgien (Gent) und Deutschland (Hannover).
1882/83 ... Obergärtner und Lehrer für Obstbau am kgl. pomolog. Institut in Proskau (Oberschlesien) [Prószków]
1883 ... fürstlicher Hofgärtner in Eisgrub, Umgestaltung der Parkanlagen (über 200 ha)
1888 ... aufgrund seiner Verdienste an den Parkgestaltungen zum fürstlich liechtensteinschen Hofgarten-Director ernannt
1895 ... wirkte er bei der Gründung der Obst- und Gartenbauschule in Eisgrub mit, welche von der Wiener Gartenbaugesellschaft als erste Gartenbaumittel-
             schule ins Leben gerufen wurde. Von 1895 bis 1939 war Direktor und lehrte als Professor Obstbau, Glashauspflanzen und Betriebslehre.
1911 - 13 ... hatte er einen wesentlichen Anteil an der Gründung des Mendel-Pflanzenzüchtungs-Instituts „Mendeleum”
1903 - 20 ... Hon. Doz. an der Hochschule für Bodenkultur in Wien (Obstbau-Vorlesungen)

Lauches Marmor-Portraitbüste ist im Palmenhaus zu besichtigen.                                       Quelle: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950

Literatur:
 
 


„Joseph Hardtmuth - Architekt und Erfinder, 1758 - 1816” von Gustav Wilhelm, 1990  / ISBN 3-205-05323-0, Verlag Böhlau, Wien - Köln
   

„Joseph Kornhäusel - Lustschlösser und Theater” von Bettina Nezval, 2010 / ISBN 978-3-85028-504-9, Verlag F. Berger, Horn
   

Fürst Johann II. von Liechtenstein und die bildende Kunst” von Karl Höß, 1908 / Anton Schroll & Co, Wien
   

Dr. med. et Mag. phil. Erich Kippes
„Feldsberg und das Haus Liechtenstein im 17. Jahrhundert” /Die Gegenreformation im Bereich der fürstlichen Herrschaft,
1996 / ISBN-10: 3-20598-677-6, ISBN-13: 978-3-20598-677-5, Verlag Böhlau, Wien

Erich Kippes, * 27. Jänner 1920 in Feldsberg, als 4. Kind des aus Gföhl stammenden Lehrers Franz Kippes und dessen Gattin Anna;
Volksschule Feldsberg, Gymnasium Nikolsburg, 1939 Medizinstudium an der Deutschen Karlsuniversität in Prag, 1940-42 zur Luftwaffe eingezogen, Promotion 1944. Aus der 1945 mit seiner Frau Erika geschlossenen Ehe entsprossen drei Töchter und ein Sohn. Nach den Ausbildungsjahren in Krems übernahm er die Stelle als Gemeindearzt in Rabensburg.
1994 Sponsion zum Magister der Geschichte mit der Diplomarbeit „Feldsberg und das Haus Liechtenstein im 17. Jahrhundert”.
   

Dr. med. et Mag. phil. Erich Kippes
„Feldsberg und das Haus Liechtenstein vom 18. bis zum 20. Jahrhundert”/ Feudalismus - Demokratisierung - Nationalismus,
2000 / ISBN-10: 3-905-16821-2, Manz Crossmedia GmbH & Co KG

Erich Kippes, * 27. Jänner 1920 in Feldsberg, † 8. Juli 1999 in Rabensburg;
Nach der Fertigstellung seiner Diplomarbeit begann Kippes mit seiner Dissertation „Feldsberg und das Haus Liechtenstein vom 18. bis zum 20. Jahrhundert”, als Fortsetzung und Abschluss einer detailreichen Chronik seiner einstigen Heimatstadt.
Obwohl er sein Werk noch abschließen konnte, war ihm die Promotion zum zweiten Doktorat nicht mehr vergönnt.
   

„Südmähren, Bilder erzählen Geschichte” von Dipl. Ing. Fritz Lange, 2010 / Sutton-Verlag, ISBN 978-3-86680-658-0
   

„Das Areal von Lednice und Valtice” von Emil Kordiovský, Übersetzung: Mgr. Zdeněk Petr, 2006 / Europrinty
 
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