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Marterln, Kreuze, Kapellen, Glocken...
Kreuz, Marterl, Säule ...
Ein Marterl kann zum Beispiel darstellen, was ein Heiliger für den rechten
Glauben erlitten hat oder an einen Verstorbenen erinnern, der durch Unglück oder
Gewalt sein Leben einst einbüßte. |
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das „typische christliche Kreuz”, das Lateinische Kreuz oder
Passionskreuz =>
Wikipedia Im Christentum symbolisiert der vertikale Balken die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Der horizontale Balken des Kreuzes verbindet die Beziehung zwischen den Menschen. Heute ist das Kreuz besonders als Zeichen des Christentums verbreitet und wurde 431 durch das Konzil von Ephesos offiziell als christliches Zeichen eingeführt. Das Zeichen leitet sich von der Kreuzigung Jesu ab und ist in der christlichen Theologie eng mit dem Thema Schuld und Sühnung verbunden. |
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das
Patriarchenkreuz, Erzbischofskreuz oder Scheyerer-Kreuz
(„Schauerkreuz”) =>
Wikipedia ein Kreuz mit einem längeren und einem kürzeren Querbalken, wird oft in Bildern von Kirchenfürsten, insbesondere Kardinälen und (Erz-) Bischöfen dargestellt. Der kleinere Querbalken symbolisiert die Inschrift auf dem Kreuz, die den Grund der Hinrichtung angab. Das Scheyerer-Kreuz sollte vor „Pest, Hagel, Feuer, Donner, bösen Nachstellungen und allem Übel” bewahren. Es hieß im Volksmund auch „Schauerkreuz” und sollte offensichtlich den Hagel abwehren. Zahlreiche Flurkreuze werden von einem Scheyerer-Kreuz gekrönt. |
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das Papstkreuz
ist das offizielle Symbol des päpstlichen Amtes =>
Wikipedia Die drei Querbalken symbolisieren die drei päpstlichen Gewalten: die Priester-, Hirten- und Lehrgewalt. |
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das
Spanische-Kreuz („Caravaca-Kreuz”) =>
Brauchtumsseiten ist ähnlich dem Patriarchen-Kreuz hat aber einen weiteren (kleinen) waagrechten Balken am unteren Kreuzende zum Abstützen der Füße des Gekreuzigten. |
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das
Russische-Kreuz ist ähnlich dem Spanischen-Kreuz, nur der Balken zum Abstützen der Füße des Gekreuzigten ist schräg geneigt um die Erlösungstat Jesu zu betonen: Jesus hat durch seinen Kreuzestod uns erlöst, den Weg von der Vorhölle zum Himmel wieder geöffnet, daher von unten nach oben deutend. |
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| weitere Kreuzformen findest Du bei Wikipedia, unter Pestkreuze oder Kreuz-Symbole | |||||
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Am häufigsten ist
das „typische christliche Kreuz” anzutreffen Wurde ein Kleindenkmal von einem Kardinal oder (Erz-) Bischof errichtet bzw. befindet es sich im Bereich einer Erzdiözese, kann es auch das Patriarchenkreuz sein. Generell ist jedes Marterl, Kapelle, Säule aus Bitte um Schutz gebaut worden und da ist meist das Wetter (Sturm, Blitzschlag, Hagel), Krankheiten (Pest, Cholera) oder die Bitte um eine gute Ernte höchster Wunsch. |
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die Kapelle ... hat ihren Namen vom Mantel (capa) des Hl. Martin. Schon die Merowingischen Könige verehrten den Martins-Mantel als Schutz und Hort im Kampfe. Der Aufbewahrungsort dieser Reliquie in Tours hieß danach capella, der Wächter capellanus. Seit dem 7. Jahrhundert tragen kleine Kirchen diesen Namen und aus dem capellanus wurde unser heutiger „Kaplan”. (Quelle) einige Darstellungen... „Anna selbdritt” bezeichnet die Darstellung von Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. „Ecce homo” („Siehe, der Mensch”) aus dem lateinischen, laut Johannesevangelium (Joh 19,5) ein Ausspruch von Pontius Pilatus, dem Stadthalter Roms, als dieser Jesus von Nazaret in purpurnem Gewand der Bevölkerung Jerusalems vorführte. Jesus zeigt die Spuren der Folterungen und trägt am Haupt die Dornenkrone ... Wikipedia „hl. Dreifaltigkeit, Gnadenstuhl, Weinlandherrgott” nennt man beispielsweise eine solche, bei der Gott Vater, Jesus und der Heilige Geist gemeinsam zu sehen sind. Hl. Johannes Nepomuk, Nepomuk, Johannes... Hl. Johannes Nepomuk (ne Pomuk =► aus Pomuk, * um 1350 in Pomuk bei Pilsen † 20. März 1393 in der Moldau bei Prag ertränkt) Der Heilige Johannes Nepomuk gilt als Blutzeuge für die Unverletzlichkeit des Beichtgeheimnisses und wird vor allem gegen Verleumdungen angerufen. Er ist Patron der Flößer, Müller, Schiffer und Brücken, der Beichtväter und Priester; siehe auch ==► Johannes Nepomuk Pest-Denkmäler ... Da von der Pest befallene Häuser seinerzeit mit einem weißen Kreuz gekennzeichnet wurden, trifft man im Weinviertel oft auf Marterln oder Steinsäulen die als „Weißes Kreuz” bezeichnet werden und meist an Pestgräbern errichtet wurden. Dort trug es dann an der Spitze ein Kreuz mit einem Doppelbalken* ==► Scheyerer-Kreuz »Mittel wider die Pest und andere ansteckende Krankheiten« von Herbert Wagner Pest-Heilige ... Einige Pestheilige sind auch Schutzpatrone für andere Seuchen wie z.B. Cholera, sowie für Unwetter, Gewitter und Blitzschlag. Die bekanntesten in unserer Gegend sind die Hl. Anna, die Hl. Maria, die Hl. Rosalia (Rusalia) von Palermo („La Santuzza”), der Hl. Rochus von Montpellier und der Hl. Sebastian. Kleindenkmäler die den Namen einer dieser Heiligen tragen, sind meist nach überstandener Seuche als Zeichen der Dankbarkeit und als Schutz vor neuem Befall errichtet worden. z.B. die Sebastianikapelle in Altlichtenwarth (Pest), die Rochus-Kapellen in Lundenburg [Břeclav] und Altenmarkt [Stará Břeclav] (Cholera), die St. Sebastiankapelle auf dem Heiligen Berg in Nikolsburg (Pest), usw. das Rote Kreuz ... erhielt seinen Namen dadurch, da es zur Abwehr des Bösen aber auch zur besseren Haltbarkeit mit Ochsenblut bestrichen wurde. Es wurde oft an Wegkreuzungen aufgestellt.* das Weiße Kreuz ... siehe Pest-Denkmäler Südmährischer Bauernbarock (1790 - 1840) Am südlichen Fuße des Kotelná [Kesselberg, 483 m], wo der blau markierte Wanderweg Übrigens, auch die Häuser im alten Ortskern von Pavlov [Pollau], rund um die Kirche der Hl. Barbara, zählen zum südmährischen Bauernbarock. Wegbegleiter Werner Lamm berichtet in seinem Artikel „Wegbegleiter”, erschienen in „Niederösterreich Perspektiven” (Ausgabe 4 / Winter 2011), sehr ausführlich über die Geschichte der Totenleuchten, Bildstöcke und Marterln. Beginnend mit den Totensäulen vor der Chrsitianisierung bis zum heutigen Tag, wo man sich langsam wieder vermehrt für die Restaurierung und Bewahrung unserer besonderen Kulturgüter einsetzt (siehe auch: „die Marterln und das 21. Jahrhundert ...”). zu den Standorten der Wegkreuze, Marterln.... Durch Kommassierung, Felderzusammenlegungen, usw. stehen viele Kreuze, Marterln,... heute nicht mehr an ihren ursprünglichen Plätzen. Kartographische Unternehmen sind meist ortsfremd und orientieren sich über Standort und Bezeichnung an bereits bestehendem Kartenmaterial. So kann es einerseits zu Namensveränderungen ( => siehe „Flurnamen” ) und andererseits zu falschen Standorten kommen. Ein aktuelles Beispiel ist das „Weiße Kreuz” in Rabensburg, das in den Karten des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen bei der Höhenmarke 181m vermerkt ist. Der richtige Standort ist allerdings ein kleines Stück weiter südöstlich bei der 173m Höhenmarke. Das bei der Höhenmarke 181m vermerkte Kreuz trägt den Namen „Prewein-Kreuz”. Auf tschechischen und österreichisch-tschechischen Kartenwerken sind auf tschechischem Gebiet Wegkreuze und Kapellen eingezeichnet, die es dort schon lange nicht mehr gibt. zu den Namen der Wegkreuze, Marterln, Kapellen.... Viele Kapellen, Marterln, Wegkreuze,... tragen heute aus Unkenntnis des Stifters oder der ursprünglichen Begebenheit den Namen der sorgsamen Denkmalpfleger. Diese Kleindenkmäler werden auch von ihnen oder deren Nachkommen mit großem Stolz liebevoll erhalten und gepflegt. Wie sich Namen verändern können ==► siehe „Flurnamen” eine persönliche Anmerkung... Ähnlich wie beim Zusammenhalt, der Kameradschaft unter der Bevölkerung, so ist es auch bei der Beziehung zu den Kleindenkmälern. In südlicher, westlicher oder in bergigeren Teilen Österreichs, wo Häuser und Bauernhöfe oft kilometerweit auseinander liegen, ist es selbstverständlich einen guten Kontakt mit „seinem Nachbarn” zu pflegen. Auch findet man dort bei fast jeder Siedlung eine kleine Kapelle, ein schön geschmücktes Holzkreuz,... welche(s) zu Erhalten einem mehr als nur zur Ehre gereicht. Bei uns im flachen Weinviertel ist es leider mit der (guten) „Nachbarschaft” nicht immer sehr gut bestellt, doch „Gott sei Dank” gibt es immer noch Personen und Familien, die sich der Pflege der Kleindenkmäler annehmen, und dieses nicht als eine Aufgabe der Kirche, der Gemeinde oder gar der Straßenverwaltung sehen. die Marterln und das 21. Jahrhundert ... Etwas untypisch für die materielle, computergesteuerte und voll elektrifizierte Zeit präsentieren in letzter Zeit viele Orte, Gemeinden und Pfarren rund um Bernhardsthal mit großem Stolz ihre schön erhaltenen oder restaurierten Kleindenkmäler. Auch gibt es zahlreiche Orts- und Wanderkarten, Heimatbücher, Pfarrverzeichnisse, usw. mit den ortsüblichen Namen der Kapellen, Wegkreuze und Marterln. Besonders lobenswert seien hier als „Vorbilder” für alle Gemeindeämter der Ortsplan von der Gemeinde Schrattenberg und die Internetversion der Gemeinde Bad Pirawarth erwähnt ! Kleindenkmäler Sammlungen
Glocken
Sterbeglocke,
Zügenglöckchen (-glöcklein), Zinnglöckerl |
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„Bildstöcke im Weinviertel”, Heft 8 der
Schriftenreihe „Das Weinviertel” Buchgestaltung von Ferdinand Altmann (Wolkersdorf). Die Texte wurden von Dr. Manfred Jasser (Ladendorf), die Bilder von Dr. Peter Kenyeres (Mistelbach) ausgewählt. Wissenschaftliche Beratung: Dr. Werner Galler (Wolkersdorf) 1984, Eigenverlag Kulturbund; Herausgeber: Kulturbund Weinviertel, Prof. Anton Gössinger, Bruderhofgasse 5, 2130 Mistelbach |
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„Weinviertler Hausbuch”, Kapitel: Bildstöcke und Feldzeichen, von Aloisia Rommer; herausgegeben vom NÖ Bildungs- und Heimatwerk, Juni 1989; |
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das Kapitel „die Kreuzformen ...” mit
Unterstützung von meinem lieben Freund, Frater Karl v.
Österreich Pemsl OT, am 14.2.2011 zum Vizepostulator des Seligsprechungsprozesses von Kaiserin Zita für die deutschsprachigen Länder ernannt. |
©
ieter
Friedl, 17.
März 2012 /
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